Wie kam es zu der Idee?
Bis zum Jahre 2007 waren also Cordula und Rudi stets gemeinsam auf der roten 1100er GS quer durch Europa unterwegs. Es gehörten Reisen durch Italien, die Schweiz und Frankreich ebenso zum Repertoire wie nach Spanien und Andorra. Sie klapperten sämtliche griechische Inseln ab und das mehrmals.

Bis sich eine gewisse Sättigung einstellte und Fragen auftauchten, wie oft man sich noch von genervten Schweizer Zöllnern schikanieren lassen, das eidgenössische Raubrittertum, sprich: Verkehrspolizei, mitfinanzieren sollte, sich von den italienischen Ragazzi abzocken lassen, holländischen Nomaden, in ihren rollenden Schneckenhäusern und veralteten, russenden polnischen Reisebussen hinterher kriechen sollte, sowie, ob man sich vermehrt der Gefahr aussetzen mag, durch die Überhandnahme von sich überschätzenden Motorradneulingen eines Tages vom eigenen Moped geholt zu werden, oder ob auf prominenten Passstrassen jetzt bald Platzkarten ausgegeben werden.
Das führte kurzfristig zu einem Reiseplanungsvakuum. Dieses begann sich jedoch sehr bald wieder zu füllen. Ein Radausflug nach Bratislava und in die benachbarten kleinen Karpaten führten zu der Erkenntnis, dass hinter Wien die Welt nicht zu Ende ist und auch dort kurvige Strassen vorhanden sind, die durch jede Menge Gegend führen und schöne Orte miteinander verbinden.
