01. August 2010, Valjevo – Ban. Brestovac (156 km)
Nach dem Regendesaster von gestern und der ausgiebigen Feierei, beschliessen wir, es heute lruhiger anzugehen. Um 10.00 Uhr rollen wir aus Valjevo. Auf Nebenstrassen über Ub und Obrenovac gehts nach Belgrad. Die Gegend hier ist absolut zum Auslassen. Dreckige Dörfer, wieder endlos lang, reihen sich aneinander. Wir sehen zu, dass wir da durchkommen. Auf der alten Strasse fahren wir der Sava entlang. Dann, auf einmal viele parkende PKW am Strassenrand. Wir schauen durch die Baumreihe am Ufer und sehen eine Strandbar neben der Anderen. Wir parken uns ein und beschliessen, ein bisschen zu chillen.

Das Wetter ist inzwischen schwül, aber sonnig geworden. Bei einigen Eiscafes und Säften schreiben wir unser Tagebuch nach, stecken die Füsse ins kühle Nass und lassen die Seele baumeln. Irgendwann ist es dann doch so weit, weiterzufahren. Im Sonntagabendverkehr stauen wir uns von Ampel zu Ampel durch Belgrad. Nachdem wir uns nichts sehnlicher wünschen, als endlich mal im Freien zu campen, suchen wir das Weite. Nach Pancevo wird es einsam. Eine einspurige Strasse führt uns direkt an die Donau. Unterhalb des Dammes schlagen wir unsere Zelte und werden augenblicklich von mindestens zwei Milliarden Gelsen verspeist. Es ist ein Albtraum! Selbst ein Feuer und eine halbe Flasche Gelsenspray können diese Blutsauger nicht vertreiben. Das Kochen wird zur Tortur, wir schlagen wie wild um uns, doch es hilft einfach nichts. Sehr schlechte Idee, das mit dem Campen. Zumindest hier an der Donau. Serbische Kampfgelsen sollte man nicht unterschätzen. Somit vertschüssen wir uns recht bald in unser hoffentlich gelsenfreies Zelt…
